Was sind die Hauptunterschiede zwischen westlichen Interpretationen de
Westliche Interpretationen des Hinduismus, die z.B. durch die ISSCON-Bewegung vertreten werden, unterscheiden sich deutlich vom traditionellen Hinduismus in Indien, und zwar sowohl in Bezug auf die doktrinäre Selektivität als auch in der Organisations- und Zielorientierung.Erstens ist der traditionelle Hinduismus eine komplexe Einheit mehrerer Strömungen (Smartismus, Vaishnavismus, Shaivismus, Shaktismus) mit einer reichen Palette philosophischer, mythologischer und kultureller Traditionen. Er hat keine einzige kanonische Lehre und strebt keine aktive missionarische Tätigkeit an – man kann nur durch Geburt Hindu werden. Wie bereits erwähnt: "Der traditionelle Hinduismus ermutigt nicht zu Missionierungsaktivitäten. Man kann kein Hindu werden, man kann nur geboren werden. Missionarische Tätigkeit ist nicht charakteristisch für den traditionellen Hinduismus." (Quelle: link txt, Seite: 66-67).Im Gegensatz dazu haben sich westliche Reiseziele wie ISSCON als synthetische Produkte herausgestellt, die auf die ideologischen und kulturellen Bedürfnisse des westlichen Publikums zugeschnitten sind. Sie basieren auf einem selektiven Überdenken und einer Akzentuierung bestimmter Aspekte der hinduistischen Tradition – oft eine vereinfachende Sichtweise, in der bestimmte Dogmen und Praktiken als universelle Mittel zur Erreichung spiritueller Perfektion und sogar zum sozialen Wiederaufbau dargestellt werden. Dies spiegelt sich gut in der Beschreibung der sogenannten "religiösen Synthese" in der postmodernen Interpretation wider: "Um spirituellen Genuss zu erlangen, verlangte Prabhupada, der Gründer der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein, von seinen Anhängern strenge Enthaltsamkeit. Maharishi verlangte nichts. Der neuen Mittelschicht des Westens wurden lebensrettende Mantras als Heilmittel für alle individuellen und sozialen Übel angeboten." (Quelle: link txt, Seite: 1958-1959).Der Hauptunterschied besteht also darin, dass der traditionelle Hinduismus seinen Pluralismus und seine tiefe historische Verbindung zu sozialen Strukturen (z.B. dem Varna-System) beibehält und keine aktive Propaganda von außen sucht, während westliche Interpretationen eine angepasste, oft gekürzte und systematisierte Version hinduistischer Ideen sind, die sich darauf konzentrieren, ein neues Publikum anzuziehen, indem sie strenge Anforderungen an den Lebensstil und bestimmte dogmatische Haltungen. Das macht sie attraktiv für westliche Anhänger, die nach universellen Antworten und vereinfachten Wegen zur spirituellen Selbstvervollkommnung suchen, aber gleichzeitig ziehen sie sich aus dem gesamten komplexen Mosaik des traditionellen Hinduismus zurück. Unterstützende(s) Zitat(e):"Um spirituellen Genuss zu erlangen, verlangte Prabhupada, der Gründer der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein, von seinen Anhängern strenge Enthaltsamkeit. Maharishi verlangte nichts. Der neuen Mittelschicht des Westens wurden lebensrettende Mantras als Heilmittel für alle individuellen und sozialen Übel angeboten." (Quelle: link txt, Seite: 1958-1959)"Der traditionelle Hinduismus ermutigt nicht zu Missionierungsaktivitäten. Du kannst kein Hindu werden, du kannst nur als Hindu geboren werden." (Quelle: link txt, Seite: 66-67)