Verlangt der Vater in der orthodoxen Tradition eine detaillierte Besch
In der orthodoxen Konfession geht es nicht um eine detaillierte Erzählung über jeden noch so kleinen Gedanken, sondern um den allgemeinen Zustand des Herzens und die aufrichtige innere Reue. Dem Priester, der als Geistheiler tätig ist, geht es nicht um rechtliche Fakten, sondern um das, was die Seele des Menschen bewegt – um seine tiefen Gefühle, seine Stimmung und seinen Wunsch nach Veränderung. Das heißt, wenn du Buße erlebst und das Bedürfnis verspürst, deine Seele zu reinigen, dann musst du nicht jeden Gedanken wörtlich ausdrücken; Hauptsache, der innere Zustand spiegelt wirklich Buße und den Wunsch nach geistiger Erneuerung wider.Unterstützende Zitate:"In der Beichte ist der orthodoxe Beichtvater, im Gegensatz zum Rechtsprozess, im Gegenteil nicht an sündigen Tatsachen interessiert, sondern an sündigen Zuständen. Er sucht wie ein Heiler die Wurzeln dieser Krankheit zu entdecken, einen tief verborgenen Abszess zu öffnen..." (Quelle: link txt)"Bildlich gesprochen unterscheidet sich das orthodoxe Verständnis von Beichte und Buße gerade in diesem Punkt vom katholischen. Der römische Beichtvater ist während der Beichte viel mehr ein Richter, während die Orthodoxen in erster Linie ein Heiler sind." (Quelle: link txt, Seite: 1)Wenn du also mit dem aufrichtigen Wunsch zur Beichte kommst, deine Seele zu reinigen und dein Leben zu ändern, ist eine detaillierte Beschreibung jedes Gedankens keine Voraussetzung, um Buße anzunehmen.