Welche Motive und Gründe könnten Leo Tolstois Kritik am Konzept des Ju
Der Hauptgrund für Tolstois Kritik am traditionellen Judenchristentum war seine tiefe Überzeugung, dass das wahre Christentum auf den praktischen moralischen Lehren Jesu beruhen sollte und nicht auf Mystik, Dogmen und Ritualen, die seiner Meinung nach das Wesen der Lehren Christi verzerrten.Bereits 1855 schrieb Tolstoi, er träume davon, "ein neues Christentum zu schaffen, das von Glauben und Geheimnis gereinigt ist" und "Glückseligkeit auf Erden zu schenken". Daher sah er die Notwendigkeit, traditionelle religiöse Überzeugungen radikal zu überdenken und mystische und übernatürliche Elemente zu entfernen, um die Religion zu einem praktischen Leitfaden für das Leben zu machen (Quelle: link txt).Er kritisierte auch das historische Christentum scharf, da es von den wahren Geboten Christi getrennt sei, da seine Anhänger die moralischen Lehren nicht in die Praxis umsetzten, sondern sich den Sakramenten und Dogmen zuwandten. Für Tolstoi war es das Wichtigste, die Gebote zu befolgen, und die mystische Seite des Glaubens, einschließlich der Idee der Erlösung durch das Opfer des Sohnes, widerte ihn an, da er eine solche Herangehensweise für unmoralisch hielt (Quelle: link txt; link txt).Seine Kritik stützte sich daher auf folgende Motive und Gründe:1. Streben nach der Wiederherstellung des Christentums als eines Systems praktischer Moral, in dem die Lehre der Liebe, der Vergebung und des Bewusstseinswandels einen zentralen Platz einnimmt.2. Ablehnung mystischer und übernatürlicher Komponenten, die seiner Meinung nach den Menschen von einer direkten und rationalen Erfahrung wahrer moralischer Werte ablenken.3. Feindseligkeit gegen die Idee der Erlösung durch das Medium des mystischen Opfers, denn für Tolstoi bestand der wahre Weg zum Guten in der ehrlichen und bewussten Selbstvervollkommnung des Menschen.Unterstützende(s) Zitat(e):"Schon im Jahre 1855 schrieb er einen interessanten Satz in sein Tagebuch: "Gestern führte mich ein Gespräch über das Göttliche und den Glauben zu einem großen und gewaltigen Gedanken, dessen Verwirklichung ich mein Leben zu widmen imstande fühle. Dieser Gedanke ist die Grundlage einer neuen Religion, die der Entwicklung der Menschheit entspricht, der Religion Christi, aber gereinigt von Glauben und Geheimnissen, einer praktischen Religion, die nicht zukünftige Glückseligkeit verspricht, sondern Glückseligkeit auf Erden schenkt." (Quelle: link txt)"Leo Tolstoi kritisiert das sogenannte historische Christentum radikal und scharf, und oft ist seine Kritik sachlich gerecht. Leo Tolstoi sagt, dass das Christentum als abstrakte Lehre bekannt wurde und es im Leben nicht umsetzte, die Gebote Christi nicht erfüllte. Für ihn erschöpfte sich das Christentum an der Sittenlehre Christi, an den Geboten Christi, während ihm die ganze geheimnisvolle, mystische Seite des Christentums unverständlich und widerwärtig war." (Quelle: link txt)"Tolstoi hält es für unmoralisch, wenn der Wille des Vaters als nur durch den Sohn, den Erlöser und den Heiland zu erfüllende Wille anerkannt wird, er behandelt mit Abscheu den Gedanken der Erlösung und des Heils, d.h. er behandelt mit Abscheu nicht Jesus von Nazareth, sondern Christus, den Logos, der sich für die Sünden der Welt geopfert hat." (Quelle: link txt)