Was sind die Vorstellungen, was das Paradies sein sollte?

Die Vorstellungen vom Paradies in den zitierten Materialien sind äußerst facettenreich und beschränken sich nicht auf den engen Begriff eines äußerlich schönen Ortes. Die Autoren betonen, dass das Paradies vor allem ein Geisteszustand und eine tiefe Einheit mit Gott ist, die ein Mensch bereits im irdischen Leben miteinander verbinden kann, und nicht nur eine äußere idyllische Landschaft.

So behauptet eine der Quellen:
"Der persönliche Eintritt in das Paradies während des Erdenlebens ist für einen Christen obligatorisch: [...] "Das Paradies ist also nicht so sehr ein Ort als ein Zustand der Seele", und zwar nicht nur der Seele, sondern auch des Körpers. Da das Paradies für einen Christen die Vereinigung mit Gott ist, so kann und muss die Vereinigung schon in diesem Leben stattfinden, die für einen Christen im Sakrament der Eucharistie geschieht." (Quelle: link txt)

Ein anderer Autor entwickelt die Vorstellung, dass das endliche Paradies als ein Reich erscheint, in dem nicht nur das Gute herrscht, sondern gerade der Triumph der Schönheit, ein Zustand, der sich über die übliche Unterscheidung zwischen Gut und Böse erhebt:
"Das ursprüngliche Paradies wußte nichts von dem Gottmenschen Christus, das Paradies der Zukunft kann man sich nur vorstellen als das Reich Christi. Ein wichtiges Merkmal von Berdjajews Vorstellung vom Paradies ist, dass er das ultimative Paradies nicht als die Verwirklichung des Guten betrachtet, sondern als den Triumph der Schönheit, als ihre Überwindung des Gegensatzes zwischen Gut und Böse. Ein solches Paradies ist jenseits von Gut und Böse." (Quelle: link txt)

Gleichzeitig wird immer wieder betont, dass sich das Paradies nicht nur auf materielle Aspekte beschränkt. In einem der Texte heißt es:
"Das Paradies ist wesenhaft, aber seine Substanz ist feinstofflich, wie die feinstofflichen Seelen, so feinstofflich war der Leib Adams, bevor er in lederne Gewänder gekleidet wurde, so feinstofflich werden die auferstandenen Leiber der Gerechten nach dem Bild des verherrlichten Leibes unseres Herrn Jesus Christus sein. Das Paradies", sagt der selige Theophylakt von Bulgarien, "ist das Dorf des geistlichen Friedens." (Quelle: link txt)

Einige Autoren wenden sich auch gegen ein begrenztes, eng gefasstes Verständnis des Paradieses als idealen Garten mit schönen Blumen und Früchten. So heißt es in einem Text:
"Manche Christen haben eine eng gefasste materielle Vorstellung vom Paradies als einem Ort, an dem alles schön sein wird: Das Auge wird sich an schönen Blumen und Bäumen erfreuen, das Ohr wird sich an himmlischem Gesang ergötzen, der Geschmack wird sich an den Früchten des Paradieses erfreuen usw. Eine solche Idee kommt der Idee des Paradieses der Muslime nahe. Hier werden die Empfindungen des Körpers in den spirituellen Bereich übertragen und die Idee der Glückseligkeit des Paradieses auf einer rein materiellen Grundlage aufgebaut. Das ist natürlich nicht wahr." (Quelle: link txt)

So erscheint das Paradies, wie aus den obigen Zitaten hervorgeht, nicht nur als physische oder ästhetische Pracht, sondern vor allem als eine tiefe innere Verwandlung, die Vereinigung mit Gott und ein Zustand geistiger Schönheit, der über die bloße Unterscheidung zwischen Gut und Böse hinausgeht. Dieser komplexe, facettenreiche Zustand, der sowohl subtile spirituelle als auch transformierte materielle Prinzipien vereint, ist das höchste Ziel und ideal für einen Menschen, der nach Perfektion strebt.

Unterstützende(s) Zitat(e):
"Der persönliche Eintritt in das Paradies während des Erdenlebens ist für einen Christen obligatorisch: [...] "Das Paradies ist also nicht so sehr ein Ort als ein Zustand der Seele", und zwar nicht nur der Seele, sondern auch des Körpers. Da das Paradies für einen Christen die Vereinigung mit Gott ist, so kann und muss die Vereinigung schon in diesem Leben stattfinden, die für einen Christen im Sakrament der Eucharistie geschieht." (Quelle: link txt)

"Das ursprüngliche Paradies wußte nichts von dem Gottmenschen Christus, das Paradies der Zukunft kann man sich nur vorstellen als das Reich Christi. Ein wichtiges Merkmal von Berdjajews Vorstellung vom Paradies ist, dass er das ultimative Paradies nicht als die Verwirklichung des Guten betrachtet, sondern als den Triumph der Schönheit, als ihre Überwindung des Gegensatzes zwischen Gut und Böse. Ein solches Paradies ist jenseits von Gut und Böse." (Quelle: link txt)

"Das Paradies ist wesenhaft, aber seine Substanz ist feinstofflich, wie die feinstofflichen Seelen, so feinstofflich war der Leib Adams, bevor er in lederne Gewänder gekleidet wurde, so feinstofflich werden die auferstandenen Leiber der Gerechten nach dem Bild des verherrlichten Leibes unseres Herrn Jesus Christus sein. Das Paradies", sagt der selige Theophylakt von Bulgarien, "ist das Dorf des geistlichen Friedens." (Quelle: link txt)

"Einige Christen haben eine enge materielle Vorstellung vom Paradies als einem Ort, an dem alles schön sein wird: Das Auge wird sich an schönen Blumen und Bäumen erfreuen, das Ohr wird sich am Gesang des Paradieses erfreuen, der Geschmack wird sich an den Früchten des Paradieses erfreuen usw. [...] Das ist natürlich nicht wahr." (Quelle: link txt)

Was sind die Vorstellungen, was das Paradies sein sollte?

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