Warum hat die Polizei Leute verhaftet, die als Verräter am Vaterland b

Laut Material aus der Quelle link txt begannen GPU-Offiziere, religiöse Persönlichkeiten, darunter Priester und Laien, zu verhaften, da die Behörden glaubten, dass ihre Aktionen darauf abzielten, das Sowjetregime zu untergraben. In einem der Berichte heißt es, dass die GPU nach dem 30. März mehrere Geistliche auf einmal verhaftet habe und sogar eine Frau, die sich zufällig in der Kathedrale aufhielt – dies wurde als Beweis dafür gewertet, dass die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen, angeblich Vaterlandsverräter, die religiösen Vorurteile der Massen für konterrevolutionäre Zwecke ausnutzten ( link txt).

Des Weiteren liefern die Dokumente eine Erklärung, wonach die Wiederaufnahme des Gedenkens an den Patriarchen Tichon, das vom Dekan von Wladimir auf Befehl von Bischof Seraphim organisiert wurde, als unheilvolle Manifestation konterrevolutionärer Tätigkeit angesehen wird. Eine solche Initiative der Behörden wurde als Verwendung religiöser Riten zur Untergrabung des sowjetischen Systems interpretiert. Diese Tatsache bildete die Grundlage für die Anschuldigungen gegen die Teilnehmer – sie wurden als Vaterlandsverräter bezeichnet, da ihre Handlungen nach Meinung der GPU die öffentliche Ordnung destabilisieren sollten. Während die Anklage teilweise extreme Formulierungen enthielt, wie z.B. die Behauptung, sie hätten geplant, einen hochrangigen Geistlichen zu töten, lag der Fokus gerade auf der Tatsache, dass diese Männer angeblich durch religiöse Versammlungen und Gedenkfeiern Widerstand gegen die Autorität provozierten.

Unterstützende(s) Zitat(e):
"Schon am nächsten Tag, dem 30. März, verhaftete die GPU die Priester Wassili Wladimirski, Nikolai Roschdestwenski, Pawel Newski, Nikolai Flerow, Diakon Peter Romanow und eine Frau, die sich zufällig in der Kathedrale Praskowja Lyssenko aufhielt. Am 14. April verhaftete die GPU die Priester Alexander Troizki, Ilja Benemanski und den Laien Michail Blagoweschtschenski. (Quelle: link txt)

"Die GPU sah darin jedoch einen Vorwand, um die Verfolgung wieder aufzunehmen. Am 1. September lud der GPU-Kommissar ein Mitglied des Diözesanrats der Erneuerung ein, um im Fall des Gedenkens an den Patriarchen auszusagen. Er bezeugte: "Um den 25. herum bemerkte ich, als ich in mehreren Kirchen bei den Gottesdiensten anwesend war, dass die Priester wieder begannen, Tichon zu gedenken. Der Befehl, das Gedenken wieder aufzunehmen, wurde vom Dekan von Wladimir erlassen. Wladimirski selbst erhielt von Bischof Seraphim den Befehl aus Moskau, Tichon zu gedenken." Am selben Tag erließ der GPU-Kommissar ein Dekret: "Nachdem er ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, um die Priester als Angeklagte vor Gericht zu bringen... dass sie die religiösen Vorurteile der Massen benutzte, um das Sowjetregime zu stürzen, was sich im Gedenken an Patriarch Tichon als bekannten Konterrevolutionär ausdrückte." (Quelle: link txt)

Die Verhaftungen erfolgten also, weil die Behörden diese religiösen Veranstaltungen – insbesondere die Wiederaufnahme der Gedenkfeiern für Patriarch Tichon – als Versuch betrachteten, die Bevölkerung gegen das Sowjetregime zu mobilisieren. In diesem Zusammenhang wurden Vorwürfe des Landesverrats und extremistischer Äußerungen (u.a. Vorwürfe der Verschwörung und der angeblichen Mordplanung) zur Grundlage für die Verhaftungen.

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