Wie hängen physiologische Reaktionen mit dem Bewusstsein und dem Erleb

Physiologische Reaktionen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bildung des Bewusstseins und des Erlebens von Emotionen. Nach einer Theorie, die in der Quelle beschrieben wird, ist die Abfolge der Ereignisse in einer emotionalen Erfahrung nicht das, was man gemeinhin denkt: Zuerst gibt es eine direkte körperliche Erregung, und dann wird unser Bewusstsein dieser Erregung genau zu dem, was wir als Emotion wahrnehmen. Mit anderen Worten, wir erleben einen bestimmten emotionalen Zustand gerade deshalb, weil wir bestimmte physiologische Veränderungen im Körper spüren.

Wie in der Argumentation des Jakobus, die in der Quelle ausführlich beschrieben wird (source_file: link txt, Seite: 66), ist die Abfolge der Ereignisse wie folgt: "Wir sind traurig, weil wir weinen, wir sind wütend, weil wir einen anderen schlagen, wir haben Angst, weil wir zittern." Das bedeutet, dass es zunächst eine physiologische Reaktion gibt – Weinen, Aggression, Zittern – und erst dann, wenn wir uns dieser körperlichen Manifestationen bewusst werden, schreiben wir ihnen emotionalen Inhalt zu. Das Bewusstsein und Erleben von Emotionen steht also in engem Zusammenhang mit der Beobachtung und Interpretation unserer physiologischen Reaktionen.

Zu beachten ist, dass physiologische Prozesse selbst keine Informationen über die "Qualität" von Emotionen enthalten – sie können nur in ihrer Intensität variieren. Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Klangreizen können beispielsweise körperliche Manifestationen (wie Vibrationen oder Druck) nicht alle Nuancen eines musikalischen Akkords vermitteln. Genauso kann eine physiologische Reaktion nur eine Basis sein, und der emotionale Inhalt erscheint nur als Ergebnis des Bewusstseins und der Interpretation dieser Reaktionen durch unser Bewusstsein (source_file: link txt).

Physiologische Reaktionen sind also eine wichtige, aber nicht die einzige Komponente emotionaler Erfahrung. Sie bieten eine körperliche Basis, die sich im Prozess des Bewusstseins in eine subjektive Sinneserfahrung verwandelt, die Emotionen zu einem integralen Phänomen macht, das die physische und mentale Seite unseres Daseins vereint.

Unterstützende(s) Zitat(e):
"Es ist üblich, uns so auszudrücken: Wir weinen, schlagen, zittern, weil wir traurig sind, wütend, verängstigt" (Quelle: link txt, Seite: 66).
"Wenn wir die physikalischen und physiologischen Prozesse beobachten, die mit der Wahrnehmung von Schall verbunden sind, werden wir nichts als unterschiedliche Intensitätsgrade finden... Es gibt nichts Gemeinsames zwischen der psychischen Empfindung der Qualität des musikalischen Klangs und diesen Drücken und Bewegungen... " (Quelle: link txt).

Wie hängen physiologische Reaktionen mit dem Bewusstsein und dem Erleb

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