Warum wirft Psalm 109 Fragen im Zusammenhang mit religiöser Nächstenli
Psalm 108 (in den Fassungen, die er insbesondere in Auszügen aus den Akten link txt und link txt vorstellt) wirft gerade deshalb Fragen auf, weil in seinem Text ein scharfer Widerspruch zwischen den Idealen der Barmherzigkeit und der Manifestation harter, ja zerstörerischer Maßnahmen gegenüber den Feinden besteht. Auf der einen Seite drückt der Psalmist ein tiefes Gefühl des Schmerzes und der Hilflosigkeit aus, indem er zu Gott um Hilfe betet, während er gleichzeitig seinen Zorn zum Ausdruck bringt und grausame Vergeltung für das Böse fordert: »Gott meines Lobes! Schweigt nicht, denn böse Lippen und trügerische Lippen sind gegen mich geöffnet worden; Sie sprechen mit einer trügerischen Zunge zu mir; Überall umgeben sie mich mit Worten des Hasses, sie greifen grundlos zu den Waffen gegen mich; um meiner Liebe willen sind sie mir feindlich gesinnt, aber ich bete; Sie belohnen mich für das Gute mit dem Bösen, für meine Liebe mit dem Hass. Setze die Bösen über ihn und lass den Teufel zu seiner Rechten stehen." (Quelle: link txt)Hier besteht auf den ersten Blick der Wunsch, Gerechtigkeit durch harte Vergeltung herzustellen, was im Widerspruch zu allgemein anerkannten spirituellen Werten stehen kann, die Barmherzigkeit, Vergebung und Mitgefühl betonen. Ein ähnliches Thema spiegelt sich auch in einer anderen Version wider:"Gott! Schweigt nicht zu meinem Lob. Denn der Mund des Sünders und der Mund des Schmeichlers sind gegen mich aufgetan worden und haben mit schmeichelhafter Zunge gegen mich geredet, und mit Worten des Hasses haben sie mich umzingelt und sich gegen mich gewappnet ohne meine Schuld. Statt mich zu lieben, haben sie mich belogen, und ich habe gebetet und mir mit Bösem zum Guten und mit Haß um meiner Liebe vergolten. Setze einen Sünder über ihn und lass den Teufel zu seiner Rechten stehen." (Quelle: link txt)Solche Zeilen werfen Fragen auf, da traditionelle spirituelle Werte oft die Idee des bedingungslosen Mitgefühls und der Barmherzigkeit betonen, während Rache oder harte Bestrafung als unvereinbar mit den höchsten moralischen Einstellungen angesehen werden. Es besteht also eine Spannung zwischen dem Wunsch nach Gerechtigkeit (auch wenn sie harte Vergeltung impliziert) und dem Ideal der Liebe und Barmherzigkeit. Einige Erläuterungen in späteren Teilen der Psalmen (z.B. in einer Passage aus dem link txt) deuten darauf hin, dass, auch wenn die Berufung auf die Macht der Strafe im Kontext historischer Erfahrungen und des Kampfes mit Feinden erfolgt, das letzte Ziel des Psalms darin besteht, zu zeigen, dass das wahre Heil und die wahre Gnade von Gott denen zuteil wird, die den Glauben nicht verlieren und ihn letztlich durch das Opfer des Lobpreises verherrlichen. Dies unterstreicht die komplexe Einheit von Strenge und Barmherzigkeit: Durch Prüfungen und auch durch harte Maßnahmen kann der Weg zum Heil und zur geistlichen Vereinigung mit Gott geöffnet werden.Psalm 108 wirft also Fragen im Licht der religiösen Nächstenliebe auf, da er eine Dualität aufzeigt: Einerseits drückt er Schmerz, Leid und gerechte Vergeltung für Ungerechtigkeit aus, andererseits drückt er den letzten Ruf an Gott in der Hoffnung auf Heil aus, der die Offenbarung seiner Güte und Barmherzigkeit einschließt. Diese Spannung spiegelt das Dilemma wider, mit dem Gläubige konfrontiert sind, wenn sie versuchen, die Härte alter Wutausdrucksformen mit den hohen spirituellen Werten der Liebe, des Mitgefühls und der Vergebung in Einklang zu bringen.Unterstützende(s) Zitat(e):»Gott meines Lobes! Schweigt nicht, denn böse Lippen und trügerische Lippen sind gegen mich geöffnet worden; Sie sprechen mit einer trügerischen Zunge zu mir; Überall umgeben sie mich mit Worten des Hasses, sie greifen grundlos zu den Waffen gegen mich; um meiner Liebe willen sind sie mir feindlich gesinnt, aber ich bete; Sie belohnen mich für das Gute mit dem Bösen, für meine Liebe mit dem Hass. Setze die Bösen über ihn und lass den Teufel zu seiner Rechten stehen." (Quelle: link txt)"Gott! Schweigt nicht zu meinem Lob. Denn der Mund des Sünders und der Mund des Schmeichlers sind gegen mich aufgetan worden und haben mit schmeichelhafter Zunge gegen mich geredet, und mit Worten des Hasses haben sie mich umzingelt und sich gegen mich gewappnet ohne meine Schuld. Statt mich zu lieben, haben sie mich belogen, und ich habe gebetet und mir mit Bösem zum Guten und mit Haß um meiner Liebe vergolten. Setze einen Sünder über ihn und lass den Teufel zu seiner Rechten stehen." (Quelle: link txt)