Wie hängt die Weltanschauung, insbesondere die Haltung zum Atheismus,
Im Kontext des hier zur Diskussion stehenden Textes wird die Weltanschauung als ein Komplex der inneren Wahrnehmung der Welt betrachtet, in dem die Haltung zum Atheismus einen wichtigen Platz einnimmt. Der Atheismus wird in dem Text nicht einfach als Mangel an Glauben dargestellt, sondern als Ablehnung eines tiefen Verständnisses der menschlichen Existenz, eines Glaubens an das geheimnisvolle Zentrum der Persönlichkeit und an etwas Größeres, das dem Leben einen Sinn gibt. So heißt es in einer der Passagen:"Schließlich ist Religion gleichzeitig die Anerkennung der Göttlichkeit Gottes und der Göttlichkeit des Menschen selbst. ... Atheismus ist die Leugnung des geheimnisvollen Zentrums der Persönlichkeit und kraft dessen die Leugnung des geheimnisvollen Zentrums des Universums. ... Der Atheismus ist die banalste Weltanschauung, die Weltanschauung der Mittelmäßigkeit" (Quelle: link txt).Diese Sichtweise betont, dass die Ablehnung des Glaubens an etwas Höheres zu einem Leben ohne Tiefe und innere Stütze führt, in dem das "Ich" nur auf körperliche Begierden und flüchtige Leidenschaften reduziert ist. Im Rahmen der Weltanschauung wird diese Art der Entscheidung, außerhalb Russlands zu leben, nicht so sehr als Flucht wahrgenommen, sondern als erzwungene oder bewusste Entscheidung, die eigene spirituelle Integrität unter Bedingungen zu bewahren, in denen staatliche und ideologische Normen den wahren menschlichen Wert untergraben können.Wie aus dem Brief des Erzpriesters hervorgeht. S. Bulgakow zu N.A. Berdjajew, die Emigration wird nicht nur als eine Bewegung im Raum betrachtet, sondern auch als eine Fortsetzung der Ideologie, in der Russland nicht nur als Territorium existiert, sondern als eine Idee, die unter neuen Bedingungen bewahrt und entwickelt werden muss:"Gewiß, prinzipielle Auswanderung ist mir völlig fremd, und ich habe schon den bloßen Gedanken daran immer als Sünde angesehen, aber da die Deportation aus Rußland für Millionen unvermeidlich wird, so muß das bedeuten, daß Rußland nicht nur da, sondern auch hier ist, und was der russischen Seele im Ausland angetan wird, das tut man – anteilig – Rußland an. Und in dieser zeitweiligen Gabelung der Zentren des russischen Bewusstseins liegt eine doppelte und positive Bedeutung, eine Errungenschaft unserer Epoche, die die Zukunft berücksichtigen wird. Für uns ist Russland nicht nur ein Territorium, sondern eine Idee, die unter diesen neuen Bedingungen bewahrt und entwickelt werden muss." (Quelle: link txt)So kann die Entscheidung, außerhalb der Russischen Föderation zu leben, als der Wunsch interpretiert werden, bestimmte spirituelle und kulturelle Ideale zu bewahren, die sich gegen ideologische Diktate stellen, einschließlich atheistischer, die durch Oberflächlichkeit und Verlust des inneren Sinns gekennzeichnet sind. Bei dieser Entscheidung geht es nicht so sehr um geographische Bewegung, sondern darum, einen Raum zu finden, in dem man in Übereinstimmung mit den Prinzipien leben kann, die den Wert des Glaubens an den Menschen als Träger von etwas Göttlichem und Ewigem bekräftigen. So ist die Weltanschauung, die den Atheismus ablehnt, eng mit der Idee der "inneren" oder äußeren Auswanderung verwoben, einer Entscheidung, die die Notwendigkeit symbolisiert, die Spiritualität zu schützen und die persönliche Ehre zu bewahren, auch wenn dies bedeutet, sich physisch von der Heimat zu distanzieren.Unterstützende(s) Zitat(e):"Schließlich ist Religion gleichzeitig die Anerkennung der Göttlichkeit Gottes und der Göttlichkeit des Menschen selbst. ... Atheismus ist die Leugnung des geheimnisvollen Zentrums der Persönlichkeit und kraft dessen die Leugnung des geheimnisvollen Zentrums des Universums. ... Der Atheismus ist die banalste Weltanschauung, die Weltanschauung der Mittelmäßigkeit" (Quelle: link txt)"Gewiß, prinzipielle Auswanderung ist mir völlig fremd, und ich habe schon den bloßen Gedanken daran immer als Sünde angesehen, aber da die Deportation aus Rußland für Millionen unvermeidlich wird, so muß das bedeuten, daß Rußland nicht nur da, sondern auch hier ist, und was der russischen Seele im Ausland angetan wird, das tut man – anteilig – Rußland an. Und in dieser zeitweiligen Gabelung der Zentren des russischen Bewusstseins liegt eine doppelte und positive Bedeutung, eine Errungenschaft unserer Epoche, die die Zukunft berücksichtigen wird. Für uns ist Russland nicht nur ein Territorium, sondern eine Idee, die unter diesen neuen Bedingungen bewahrt und entwickelt werden muss." (Quelle: link txt)