Was ist der Unterschied zwischen persönlichem Glauben und Religion, un
Der persönliche Glaube und die Religion unterscheiden sich in ihrem Wesen und in der Art und Weise, wie ein Mensch neue Informationen wahrnimmt. Der persönliche Glaube ist eine tiefe, innere Erfahrung, wenn ein Mensch dem anderen begegnet, ihn als den Weg und die Wahrheit akzeptiert und sich für seinen eigenen geistlichen Zustand verantwortlich fühlt. Auf der anderen Seite wird Religion oft als etwas Äußeres, Ritualelles, Gewohnheitsmäßiges dargestellt, das einen bestimmten Platz im Alltag einnimmt und emotionale und alltägliche Bedürfnisse befriedigt, ohne dass eine tiefe persönliche spirituelle Erfahrung erforderlich ist.In einer der Quellen heißt es beispielsweise: "Es gibt eine sehr weit verbreitete Ansicht, nach der Religiosität etwas ganz 'Persönliches', 'Intimes' ist, das sich nur auf den Gläubigen bezieht: Sie entspricht seinem persönlichen spirituellen 'Bedürfnis' nach 'Stimmung', nach 'Ordnung' und 'Ruhe' für das Leben (eine stille Lampe in einem intimen Winkel, damit es nicht so beängstigend ist, zu schlafen und zu sündigen... und es geht niemanden etwas an')..." (Quelle: link txt). Er beschreibt eine Sichtweise, in der die Religion in ein Haushaltsaccessoire verwandelt wird, ohne die Tiefe der spirituellen Kommunikation zu beeinträchtigen.Im Gegensatz dazu betont eine andere Quelle, dass der wahre Glaube auf persönlicher Erfahrung und einem Gefühl der göttlichen Gegenwart beruht, das dem Gläubigen die Verpflichtung auferlegt, die Wahrheit, die er erlebt hat, zu bekennen: "Diesem Verständnis steht ein anderes entgegen, kraft dessen die religiöse Erfahrung im Gläubigen ein Gefühl des Lebens und eine starke geistliche Verantwortung hervorruft. Glauben bedeutet, die Wahrheit über Gott zu kennen; bedeutet, einen wirklichen Zugang zum Göttlichen zu haben und mit ihm in lebendiger geistlicher Gemeinschaft zu stehen..." (Quelle: link txt).Der Effekt dieses Unterschieds auf die Empfänglichkeit für neue Informationen lässt sich wie folgt erklären. Diejenigen, deren Glaube eine zutiefst persönliche Erfahrung ist und für die sich die Wahrheit direkt in der Gemeinschaft mit dem Göttlichen offenbart, sehen neue Informationen oft durch die Linse einer bereits etablierten Überzeugung. Neue Informationen, die den bisherigen Erfahrungen widersprechen, können als Bedrohung der festen Wahrheit wahrgenommen werden und Widerstand hervorrufen. Während die Religion in ihrer rituellen oder alltäglichen Manifestation flexibler sein kann und Raum für Revision und Erweiterung der Ansichten lässt, da der Glaube hier nicht unbedingt mit einer unerschütterlichen spirituellen Erfahrung verbunden ist, sondern vielmehr Teil kultureller oder sozialer Praxis ist.Der Unterschied zwischen persönlichem Glauben und Religion manifestiert sich also sowohl in der Tiefe und Art der spirituellen Erfahrung als auch in dem Ausmaß, in dem starre Überzeugungen neue Informationen filtern können. Diejenigen, deren Glaube das Ergebnis der gelebten Gemeinschaft mit dem Wesen und der Erfahrung der Wahrheit ist, sind möglicherweise weniger anfällig für Veränderungen, wenn neue Informationen ihrer Erfahrung widersprechen, während ein "banaleres" Verständnis von Religion Raum für Überdenken und Anpassung bietet.Unterstützende(s) Zitat(e): "Es gibt eine sehr weit verbreitete Ansicht, nach der Religiosität etwas völlig 'Persönliches', 'Intimes' ist... In dieser Sicht wird die Religion zu einem häuslichen Accessoire des täglichen Lebens." (Quelle: link txt) "Diesem Verständnis steht ein anderes entgegen, kraft dessen die religiöse Erfahrung im Gläubigen ein Gefühl des Lebens und eine starke geistliche Verantwortung hervorruft. Glauben bedeutet, die Wahrheit über Gott zu kennen; bedeutet, einen wirklichen Zugang zum Göttlichen zu haben und mit ihm in lebendiger geistlicher Gemeinschaft zu stehen." (Quelle: link txt)