Warum ist eine verbale oder bildliche Bezeichnung Gottes nur annähernd
Jede verbale oder bildliche Bezeichnung Gottes erweist sich gerade deshalb als annähernd, weil die menschlichen Ausdrucksweisen – Sprache und Bilder – auf endliche, bestimmte Begriffe und Formen beschränkt sind. Der Mensch ist in der Lage, Gott zu benennen, indem er Ihn benennt, in Analogie zu der Art, wie er sich selbst benennt, das heißt, indem er seine Natur auf das Göttliche projiziert. Daher ist jede Benennung Gottes anthropomorph und spiegelt nur einen Teil seines wahren Wesens wider, das transzendent, unaussprechlich und unnennbar bleibt. Dies unterstreicht, dass wörtliche Methoden zur Beschreibung des Göttlichen die Unendlichkeit und Grenzenlosigkeit Gottes nicht enthalten können, da Sprache nur das vermitteln kann, was durch die Grenzen von Form, Maß und Definition menschlicher Erfahrung begrenzt ist.Unterstützende(s) Zitat(e):"Jeder Name Gottes, der als Ergebnis der Offenbarung der Gottheit über ihn selbst empfangen wird, sei er natürlich oder absichtlich, ist anthropomorph in dem Sinne, dass der Mensch in sich selbst oder durch sich selbst, als Makrokosmos oder Mikrokosmos, das Wesen Gottes erkennt. Und deshalb haben solche Namen immer eine menschliche Bedeutung und Bedeutung, sie sind eine Projektion des Menschlichen auf das Göttliche oder umgekehrt des Göttlichen auf das Menschliche." (Quelle: link txt)"Für Clemens ist die Unfähigkeit der menschlichen Sprache, das göttliche Wesen auszudrücken, mit der Unendlichkeit und folglich mit der Unbestimmtheit (areigop) Gottes verbunden. In der Sprache ist es möglich, nur etwas Bestimmtes auszudrücken, das eine Grenze, ein Maß, eine Form hat. Gott aber ist unendlich, unermesslich und nicht auf eine bestimmte Gestalt beschränkt, und deshalb ist er namenlos." (Quelle: link txt)