Wie lassen sich die Selbstverherrlichungsansprüche im Judentum und Chr
Judentum und Christentum haben unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema der Selbstverherrlichung, die die unterschiedlichen ideologischen Grundlagen dieser Traditionen widerspiegeln.Im Judentum betont die Ideologie oft die ausschließliche Erhöhung Gottes. So heißt es in einer Quelle: "In der hebräischen Literatur wird Gott ständig als König beschrieben. [...] im Judentum wird es sehr oft auf Gott angewendet" (Quelle: link txt). Dies deutet darauf hin, dass der Begriff der Größe in direktem Zusammenhang mit dem göttlichen Reich steht, das die Grundhaltung bildet, dass nur Gott einen erhabenen Status verdient und dass jede Äußerung von persönlichem Stolz oder Selbstverherrlichung seitens des Menschen ohne wirklichen Wert ist.Im Christentum wird dieses Thema jedoch durch das Prisma der apostolischen Lehre betrachtet, die die Notwendigkeit der Demut betont und die Selbstverherrlichung der wahren geistlichen Bedeutung entgegensetzt. So lehrt der Apostel Paulus im Korintherbrief: "Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn. Denn nicht der ist würdig, der sich selbst lobt, sondern den der Herr lobt" (Quelle: link txt). Darüber hinaus gibt es sogar einen ironischen Moment, in dem der Apostel, der sich selbst als unvernünftig und unfähig zur Selbstverherrlichung bezeichnet, dennoch die Formulierung "Ich bin mehr" verwendet (Quelle: link txt). Diese Beispiele spiegeln die christlich-weltanschauliche Haltung wider, nach der die wahre Überlegenheit nicht durch subjektiven Stolz, sondern durch die Anerkennung des Willens und der Größe Gottes bestimmt wird.So liegt im Judentum die Betonung auf dem ausschließlichen Status Gottes, der die Möglichkeit der Selbstverherrlichung des Menschen ausschließt, während im Christentum die Lehre darauf abzielt, die Gläubigen vor dem Stolz zu warnen und sie daran zu erinnern, dass es der Herr ist, der verherrlicht werden sollte, nicht man selbst. Dieser Unterschied in der Herangehensweise zeigt die grundlegenden ideologischen Grundlagen beider Traditionen: Das Judentum baut auf der Idee der absoluten göttlichen Autorität auf, während das Christentum auf der notwendigen Demut und Anerkennung der Vorherrschaft der göttlichen Gnade aufbaut.Unterstützende(s) Zitat(e):Im Korintherbrief des Apostels Paulus, den wir heute gelesen haben, finden sich diese Worte: "Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn. Denn nicht der ist würdig, der sich selbst lobt, sondern den der Herr lobt." [...]" (Quelle: link txt)Und nachdem er sich wiederholt töricht und sinnlos genannt hat, wagt er dann kaum, sich selbst zu verherrlichen. ... "Im Wahnsinn sage ich, ich bin mehr." (Quelle: link txt)"In der jüdischen Literatur wird Gott ständig als König beschrieben. [...] im Judentum wird es sehr oft auf Gott angewendet" (Quelle: link txt)