Gibt es Zeugnisse oder Beschreibungen von Begegnungen des Menschen mit
Es gibt viele Zeugnisse und Beschreibungen von Begegnungen des Menschen mit Gott, aber sie zeigen, dass eine direkte Sicht des Wesens Gottes für den Menschen unzugänglich ist. Nach den Reflexionen des heiligen Gregor Palamas zum Beispiel offenbart sich Gott nicht als sein unveränderliches Wesen, sondern durch die Offenbarung seiner Energie. In diesem Sinne wird ein Mensch, der Gott betrachtet, zu einem Teilhaber seiner Energien, während er von der göttlichen Essenz selbst entfernt bleibt. Wie man so schön sagt: "Das göttliche Wesen ist nicht in sich selbst mitteilbar, sondern in seinen Energien... Das Wesen Gottes bleibt ganz und unveränderlich, und die göttliche Gnade ist keine Ausgießung von Gottes Wesen, sondern eine Manifestation Seiner Energie. Und der Mensch, der Gott betrachtet, verschmilzt nicht mit dem Wesen des Betrachteten, sondern wird Teilhaber seiner Energie." (Quelle: link txt)Auch im biblischen Bericht verdeutlicht die Begegnung Moses mit Gott dieses Paradoxon. Mose fragte: "Zeige mir deine Herrlichkeit", erhielt aber die Antwort, dass es unmöglich sei, das Antlitz Gottes zu sehen, denn "ein Mensch kann mich nicht sehen und nicht leben". Stattdessen sah Mose Gott "von hinten", was darauf hindeutet, dass die direkte Anschauung von Gottes Antlitz nicht für den Menschen bestimmt ist:"In diesem Zusammenhang verstehen wir die Erzählung von Mose, der das Antlitz Gottes nicht sehen konnte, sondern 'Gott von hinten' sehen konnte. [Mose] sagte: Zeige mir deine Herrlichkeit. Und [der Herr] sprach: '... Ich werde all meine Herrlichkeit vor dir ausgeben... Ihr könnt Mein Antlitz nicht sehen, weil der Mensch Mich nicht sehen und nicht leben kann... aber wenn meine Herrlichkeit verschwunden ist, werde ich dich in die Spalte des Felsens setzen und dich mit meiner Hand bedecken, bis ich hindurchkomme; und wenn ich meine Hand wegnehme, werdet ihr mich von hinten sehen, aber mein Angesicht wird nicht sichtbar sein" (Quelle: link txt)Gleichzeitig gibt es andere Zeugnisse, in denen Gott durch den Sohn Gottes dem Menschen zugänglich wird. Ein bekanntes Sprichwort sagt:"Niemand hat Gott je gesehen; Den eingeborenen Sohn, der im Schoß des Vaters ist, hat er geoffenbart" (Quelle: link txt)Es gibt auch Beschreibungen von mystischen Erfahrungen, bei denen ein Mensch die Gegenwart und Gemeinschaft mit Gott in der Tiefe der Seele fühlt, obwohl dies nicht bedeutet, Ihn auf der direkten, physischen Ebene zu sehen. Daraus können wir folgendes schließen:1. Die Zeugnisse der Begegnung mit Gott sind sowohl in den biblischen Quellen als auch in den Werken der Heiligen weit verbreitet. Diese Beschreibungen betonen, dass Gott sich dem Menschen durch Seine Manifestationen (Energien) offenbart und nicht direkt als Wesenheit.2. Überlieferte Texte, wie die Geschichte von Mose, verdeutlichen deutlich, dass es unmöglich ist, das Antlitz Gottes direkt zu sehen – der Mensch kann nur die Offenbarungen und Wirkungen seiner Herrlichkeit wahrnehmen.3. Andere Beschreibungen mystischer Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Begegnung mit Gott in der Tiefe der Seele stattfindet, was eine innere Erfahrung ist, nicht ein visueller Kontakt mit dem Himmlischen.Unterstützende(s) Zitat(e):"Das göttliche Wesen ist nicht in sich selbst mitteilbar, sondern in seinen Energien... Das Wesen Gottes bleibt ganz und unveränderlich, und die göttliche Gnade ist keine Ausgießung von Gottes Wesen, sondern eine Manifestation Seiner Energie. Und der Mensch, der Gott betrachtet, verschmilzt nicht mit dem Wesen des Betrachteten, sondern wird Teilhaber seiner Energie." (Quelle: link txt)"In diesem Zusammenhang verstehen wir die Erzählung von Mose, der das Antlitz Gottes nicht sehen konnte, sondern 'Gott von hinten' sehen konnte. [Mose] sagte: Zeige mir deine Herrlichkeit. Und [der Herr] sprach: '... Ich werde all meine Herrlichkeit vor dir ausgeben... Ihr könnt Mein Antlitz nicht sehen, weil der Mensch Mich nicht sehen und nicht leben kann... aber wenn meine Herrlichkeit verschwunden ist, werde ich dich in die Spalte des Felsens setzen und dich mit meiner Hand bedecken, bis ich hindurchkomme; und wenn ich meine Hand wegnehme, werdet ihr mich von hinten sehen, aber mein Angesicht wird nicht sichtbar sein" (Quelle: link txt)"Niemand hat Gott je gesehen; Den eingeborenen Sohn, der im Schoß des Vaters ist, hat er geoffenbart" (Quelle: link txt)Diese Zitate zeigen deutlich, dass die Erfahrung der Begegnung mit Gott durch den Menschen zwar durch zahlreiche Quellen bezeugt wird, dass dies aber durch Offenbarung und Manifestation geschieht, nicht als direkter visueller Kontakt mit Gottes unveränderlichem Wesen.