Wie lässt sich die Frage, warum Jesus die Frauen und Kinder nicht ernä
Vom Standpunkt des religiösen und historischen Kontextes aus kann eine solche Frage wie folgt interpretiert werden. Viele Evangelien beschreiben das Wunder der Speisung der Menschenmenge, weisen aber deutlich darauf hin, dass von den fünftausend gezählten Menschen nur Männer gezählt wurden und Frauen und Kinder nicht in den numerischen Bericht einbezogen wurden. Dies deutet nicht unbedingt auf Vernachlässigung oder eine vereinfachende Haltung gegenüber Frauen und Kindern hin, sondern spiegelt vielmehr das Wesen der damaligen gesellschaftlichen Einstellungen und die Eigentümlichkeiten der Zählweise wider.Bei der Analyse dieser Erzählungen sollte man sich vor Augen halten, dass es im ersten Jahrhundert üblich war, die Anzahl der Teilnehmer auf der Grundlage ihres sozialen oder zivilen Status zu berücksichtigen, und dass Männer oft als diejenigen dargestellt wurden, die offiziell gezählt werden konnten. Die Erwähnung nur von Männern betonte also nicht so sehr den Ausschluss von Frauen und Kindern, sondern die Art und Weise, wie die demographische Darstellung und Darstellung von Ereignissen in der damaligen Kultur dargestellt wurde. Darüber hinaus erhöht eine solche Trennung der Zahlen die Dramatik und das Ausmaß des Sättigungswunders, da mit der Hinzufügung von Frauen und Kindern die Gesamtzahl der Bedürftigen erheblich zunahm.Unterstützende(s) Zitat(e):"Alle aßen und waren satt; und mit dem, was übrig blieb, füllten sie zwölf Körbe. Und jeder, der aß, waren etwa fünftausend - und das sind nur Männer, Frauen und Kinder nicht mitgezählt." (Quelle: link txt)"Die Evangelisten stellen fest, dass es ein Wunder war, die Hungrigen zu speisen: Es gab fünf Brote und zwei Fische. Jesus segnete sie und brach sie. Dieses Wunder geschah in Galilei, und das Volk aß fünftausend Menschen, nur Männer, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet." (Quelle: link txt)So kann die Frage, warum Jesus in den Wunderschilderungen Frauen und Kinder nicht "ernährte", als Widerschein der sozialgeschichtlichen Realitäten der damaligen jüdischen Gesellschaft verstanden werden, in der dem offiziell gezählten Teil der Bevölkerung Aufmerksamkeit geschenkt wurde, und nicht als Hinweis auf dessen Ausschluss von der Fürsorge für Bedürftige oder einer Sonderbehandlung.