Wie ist der Brauch der Beichte vor einem Priester entstanden und wie h
Der Brauch der Priesterbeichte entstand in der frühchristlichen Zeit, als als erste öffentliche Formen der Buße praktiziert wurden, und erfuhr allmählich bedeutende Veränderungen.Anfangs hatte die Beichte einen kollektiven, ja gemeinschaftlichen Charakter. Wie eine Quelle sagt: "Manchmal wurde die öffentliche Beichte vor der ganzen Gemeinde praktiziert (im fünften Jahrhundert verschwand sie), ebenso wie die Beichte vor mehreren Priestern. Häufiger jedoch wurde im Geheimen gebeichtet.
In der christlichen Tradition wird die Kirche als geistliches "Krankenhaus" wahrgenommen, die Sünde als Krankheit, die Beichte als Behandlung, der Priester als Arzt: "Hast du gesündigt?Tritt in die Kirche ein und bereue deine Sünde... Hier ist ein Arzt, kein Richter; hier wird niemand verurteilt, sondern jeder empfängt die Vergebung der Sünden" (Hl. Johannes Chrysostomus). Im Ritus der Beichte werden die Worte bewahrt: ›Höre auf dich, denn du bist ins Krankenhaus gekommen, damit du nicht geheilt wirst‹« (Quelle: link txt).Im Laufe der Zeit, vor allem mit dem Aufkommen des Mönchtums, begann die Beichte einen individuelleren und persönlicheren Charakter anzunehmen. Im monastischen Leben waren Gehorsam und völlige Hingabe des Willens an einen geistlichen Mentor wichtig. Dies wird wie folgt vermerkt: "Die Grundlage des Mönchtums ist der Gehorsam, der sich in der völligen Hingabe des Willens des Novizen an seinen geistlichen Mentor manifestiert. Die geistliche Führung im Kloster begann durch das Bekenntnis der Gedanken an den Ältesten, den geistlichen Führer, ausgeübt zu werden. Begleitet wurde dies von einem geistlichen asketischen Kampf" (Quelle: link txt).Die Entwicklung der Beichte spiegelte sich auch in der Art und Weise wider, wie sie zeitlich auf die wichtigsten kirchlichen Feiertage fiel. In einem Beweisstück heißt es: "Die Feier fiel in der Regel auf den Gründonnerstag, den Kardonnerstag, den Freitag oder den Samstag der Karwoche. Wenn ein Sünder dem Satan übergeben wurde, um das Fleisch zu vernichten, damit der Geist gerettet werde, oder wenn er selbst ihm anvertraut wurde, dann zwang der Bischof, ihn mit der Kirche versöhnend, alle Anwesenden, für ihn zu beten. Danach wurde der Sünder – oder besser gesagt, schon ein Heiliger – endlich in die lang ersehnte Vereinigung mit Christus im Sakrament des Heiligen Abendmahls aufgenommen und wurde vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft" (Quelle: link txt).So war die Beichte als öffentliche Buße ursprünglich ein integraler Bestandteil des Gemeinschaftslebens der Christen, aber im fünften Jahrhundert wurde sie durch einen eher geheimen, individuellen Charakter ersetzt. Die Ausbildung des Mönchtums und die Entwicklung der geistlichen Führung hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Transformation dieses Ritus und stärkten seine persönliche und asketische Bedeutung. Zu den weiteren Entwicklungen gehörte die Erstellung spezieller Sündenverzeichnisse mit der Festlegung entsprechender Bußen, die den Beichtritus in der kirchlichen Praxis weiter systematisierten.Unterstützende(s) Zitat(e): "Manchmal wurde die öffentliche Beichte vor der ganzen Gemeinde praktiziert (im fünften Jahrhundert verschwand sie), ebenso wie die Beichte vor mehreren Priestern. Häufiger jedoch wurde im Geheimen gebeichtet. In der christlichen Tradition wird die Kirche als geistliches »Krankenhaus« wahrgenommen, die Sünde als Krankheit, die Beichte als Behandlung, der Priester als Arzt: »Hast du gesündigt? Tritt in die Kirche ein und bereue deine Sünde... Hier ist ein Arzt, kein Richter; hier wird niemand verurteilt, sondern jeder nimmt die Vergebung der Sünden auf sich« (Hl. Johannes Chrysostomus). Im Ritus der Beichte sind folgende Worte überliefert: "Höre, denn du bist ins Krankenhaus gekommen, damit du nicht geheilt wirst" (Quelle: link txt)"Die Grundlage des Mönchtums ist der Gehorsam, der sich in der völligen Hingabe des Willens des Novizen an seinen geistlichen Mentor manifestiert. Die geistliche Führung im Kloster begann durch das Bekenntnis der Gedanken an den Ältesten, den geistlichen Führer, ausgeübt zu werden. Dies ging einher mit einem geistlichen asketischen Kampf" (Quelle: link txt)"Die Feier fiel in der Regel auf den Gründonnerstag, den Kardonnerstag, den Freitag oder den Samstag der Karwoche. Wenn ein Sünder dem Satan übergeben wurde, um das Fleisch zu vernichten, damit der Geist gerettet werde, oder wenn er selbst ihm anvertraut wurde, dann zwang der Bischof, ihn mit der Kirche versöhnend, alle Anwesenden, für ihn zu beten. Danach wurde der Sünder – oder besser gesagt, bereits ein Heiliger – endgültig in die lang ersehnte Vereinigung mit Christus im Sakrament des Heiligen Abendmahls aufgenommen und wurde vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft" (Quelle: link txt)Der Entwicklungsweg des Beichtbrauchs in der christlichen Tradition spiegelt also einen Übergang von der sozialen Praxis zu einer intimeren, persönlichkeitsorientierten Form wider, die sich im Laufe der Jahrhunderte den geistlichen und kirchlichen Bedürfnissen der Gläubigen angepaßt hat.