Das Gute kommt von Herzen: das wahre Wesen der christlichen Liebe
Die orthodoxe Lehre inspiriert uns zu der tiefen Erkenntnis, dass gute Taten nicht nur die formale Erfüllung eines Gebotes sind, sondern eine natürliche Manifestation innerer spiritueller Reinheit und aufrichtiger Nächstenliebe. In der Einleitung zu diesem Thema ist es wichtig zu betonen, dass das Gute nicht als eigenständige Regel hervorgehoben wird, sondern aus einer gnädigen Haltung gegenüber den anderen entspringt, in der der wahre Dienst an Gott in der spontanen und selbstlosen Manifestation des Mitleids besteht. Im Hauptteil der Diskussion liegt der Schwerpunkt auf der Notwendigkeit, die Motive und die Aufrichtigkeit des Handelns zu verbergen – nicht um öffentliche Anerkennung zu erlangen, sondern um auf den inneren Ruf des Herzens zu antworten, der von Glauben und Liebe geleitet wird. Ein solches Verständnis hilft uns zu erkennen, dass auch das einfachste Gut heilig wird, wenn es ohne Erwartung von Belohnung und Anerkennung durch den Menschen getan wird, sondern nur als Antwort auf das größte Gebot der Nächstenliebe. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kernpunkt des orthodoxen Ansatzes die persönliche Verantwortung, die innere Veränderung und die Hingabe an Gott ist, die letztlich jede gute Tat zu einer kleinen, aber bedeutungsvollen Errungenschaft auf dem Weg zu einem authentischen christlichen Leben macht.
Warum gibt es in der orthodoxen Lehre kein Gebot, "Gutes zu tun", und wie wichtig ist dieser Aspekt für die Lehre?Die orthodoxe Lehre hebt das Gebot, "Gutes zu tun", nicht als eine gesonderte, getrennte Haltung hervor, da gute Taten als natürliche Manifestation christlicher Liebe und Barmherzigkeit angesehen werden, die sich aus dem Gebot der Nächstenliebe ergeben. Hier kommt es vor allem auf die innere Reinheit der Absicht und die Aufrichtigkeit der Handlungen an, nicht aber auf deren formale Ausführung.So wird z.B. in einer der Quellen ( link txt) besonders darauf hingewiesen: »Tue Gutes nicht zum Schein, sondern so, daß nur Gott und dein Gewissen davon wissen; Tue es, wenn möglich, sogar so, dass derjenige, dem du Gutes tust, nicht weiß, woher es kommt. Dies unterstreicht, dass es im orthodoxen Ansatz nicht so sehr auf die Tugend selbst ankommt, sondern auf den tiefen Glauben und den wahren Wunsch, Gott und nicht den Menschen zu gefallen.Eine andere Quelle ( link txt) macht darauf aufmerksam, dass die Ausführung guter Taten von der Liebe zum Nächsten und nicht von der Erwartung menschlicher Belohnung abhängig gemacht werden muss: "Wenn du die liebst, die dich lieben... Du tust Gutes denen, die dir Gutes tun, welche Dankbarkeit empfindest du dafür? denn auch die Sünder tun dasselbe." Hier können wir sehen, dass gute Werke eine natürliche Folge von Liebe und Mitleid sind und kein eigenständiges Gebot. Auf diese Weise wird das Gute als solches Teil des größeren Gebotes der Liebe, und seine Erfüllung wird als Ausdruck des wahren christlichen Lebens gesehen.Das Fehlen eines gesonderten Gebots, "Gutes zu tun", in der orthodoxen Lehre ist also darauf zurückzuführen, dass gute Taten automatisch aus dem Gebot der Nächstenliebe hervorgehen, und die Betonung liegt auf der Aufrichtigkeit der Absichten, der inneren Veränderung und des Handelns um Gottes willen und nicht um der menschlichen Anerkennung willen.Unterstützende(s) Zitat(e):»Nur müssen sie geschehen, wie es dir befohlen wird, und nicht, wie du es wünschst; … hier ist das Gebot: Tue nicht Gutes zur Show, tue es, damit nur Gott davon erfährt..." (Quelle: link txt)"Wenn du die liebst, die dich lieben... Du tust Gutes denen, die dir Gutes tun, welche Dankbarkeit empfindest du dafür? denn auch die Sünder tun dasselbe" (Quelle: link txt)