Das Gewicht der Sünde und der Weg zur Erlösung
In der Geschichte der christlichen Tradition hatte die Strafe für Unzucht immer eine doppelte Bedeutung, die eine Warnung und die Möglichkeit einer geistlichen Erneuerung miteinander verband. Die Bestrafung in Form einer siebenjährigen Buße war nicht nur eine Bestrafungsmaßnahme, sondern ein zielgerichteter Prozess, der eine Person zur wahren Buße und zur Rückkehr zu den heiligen Sakramenten führen sollte. Die Anfangsphase, die den Zeiten des Weinens und des aufmerksamen Hörens der Anweisungen gewidmet war, bot die Möglichkeit, das Gewicht der Verletzung der heiligen Normen zu erkennen, und die folgende Zeit der tiefen Reue und der Wiedervereinigung mit der Gemeinschaft symbolisierte die Wiederherstellung der verlorenen geistlichen Bindungen. Dieses Sanktionssystem wurde nicht nur als eine Form der Bestrafung angesehen, sondern auch als eine Methode der Erziehung, die den Schuldigen dazu anregt, über seine Taten nachzudenken und durch einen langen Prozess der inneren Reinigung Erlösung zu suchen. Dieser Ansatz zeigt, dass der Weg zur geistlichen Erneuerung Zeit und Mühe erfordert, wobei jeder Augenblick der Buße zu einem Schritt auf dem Weg zur Rückkehr zu einem Leben wird, das auf hohen christlichen Werten basiert. So bleibt die siebenjährige Buße ein anschauliches Beispiel dafür, wie alte Traditionen nicht nur einen strengen Moralkodex aufstellten, sondern auch der Wiedergeburt der Seele durch aufrichtiges Verständnis und innere Wandlung eine Chance gaben.
Warum wurde Unzucht zuvor für 7 Jahre von der Kommunion ausgeschlossen und was bedeutet eine solche Strafe aus religiöser Sicht?Vom religiösen Standpunkt aus hatte die Exkommunikation aus den heiligen Mysterien – insbesondere aus der Kommunion – für sieben Jahre wegen Unzucht eine doppelte Bedeutung. Einerseits wurde eine so lange Buße als ernste Warnung gewertet, die betonte, dass die Unzucht trotz einer Schuld in Bezug auf die Verletzung der persönlichen Moral dennoch eine schwere Verletzung bleibt, die die Heiligkeit der Ehe und die Sakramente des kirchlichen Lebens entweiht. Auf der anderen Seite war der Zeitraum von sieben Jahren ein schrittweiser Prozess der Buße und der geistlichen Reinigung, bei dem der Schuldige zunächst zwei Jahre lang weinte, zwei Jahre lang Anweisungen hörte, zwei Jahre tief bußte und dann ein weiteres Jahr unter den Gläubigen verbrachte, was symbolisch seine allmähliche Rückkehr in die heilige Gemeinschaft und die Wiederherstellung der geistlichen Bindungen widerspiegelte.Ein solches Strafsystem diente nicht nur als eine Form der Strafmaßnahme, sondern hatte auch einen erzieherischen und reinigenden Charakter. Die Strafe zielte also darauf ab, ein Bewusstsein für die Schwere der Tat und den wahren Willen zu erlangen, nach einer langen Zeit der Buße zu einem Leben zurückzukehren, das auf christlichen Werten basierte.Unterstützende(s) Zitat(e):"Der Unzüchtige soll sieben Jahre lang nicht von den heiligen Mysterien sprechen: Er soll zwei Jahre lang weinen, er soll zwei Jahre lang zuhören, er soll zwei Jahre lang niederfallen und er soll nur bei den Gläubigen stehen, im Osmo wird er zur heiligen Kommunion zugelassen werden." (Quelle: link txt, Seite: 599-605)"Mysterien, während in den oben beschriebenen etablierten Kanones der Konzilien und des heiligen Basilius 7 Jahre für Unzucht bestimmt sind – es gibt nicht an, wer wie oft in die Unzucht gefallen ist, für jede Sünde sind 7 Jahre verboten, aber wenn er zur Buße und Beichte kommt, wenn er nur mit unverheirateten Frauen gesündigt hat, werden 7 Jahre Buße auferlegt." (Quelle: link txt, Seite: 64)