In unserer modernen Welt, in der Freiheit als das primäre Prinzip des Daseins angesehen wird, sind böse Handlungen nicht das Produkt eines Mangels an Gutem, sondern das unvermeidliche Ergebnis der Möglichkeit der Wahl. Schon zu Beginn der Existenz menschlicher Erfahrung war die Freiheit die Grundlage, die allen Manifestationen und Bedeutungen vorausging und es dem Menschen ermöglichte, sowohl Taten als auch Fehler zu vollbringen. Dieses Konzept betont, dass sich die wahre Größe des Geistes in der Fähigkeit manifestiert, die volle Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, auch wenn sie zu fragwürdigen Ergebnissen führen. Die ethische Reflexion lehrt uns, das Gute nicht als das einzige Ziel zu betrachten: In beiden Zuständen, im Guten und im Bösen, gibt es einen tiefen Sinn, der die Fülle des Lebensweges bildet. Die bewusste Anerkennung der Existenz des Bösen ist keine Ablehnung von Idealen, sondern eine Manifestation der reifen Freiheit des Geistes, die es uns ermöglicht, die Welt in ihrer ganzen Komplexität zu betrachten. Es ist diese Freiheit, die die treibende Kraft ist, die uns Raum eröffnet, uns selbst zu suchen, zu testen und wirklich zu erkennen.Wie können wir die Existenz des Bösen erklären, wenn es den Anschein hat, dass alles Gute bereits verteilt wurde?Es ist möglich, die Existenz des Bösen durch die grundlegende Rolle der Freiheit in der menschlichen Existenz zu erklären. Auch wenn es den Anschein hat, als sei das Gute bereits vollständig verteilt, so bringt doch die Freiheit als ursprüngliche Existenzbedingung unweigerlich Möglichkeiten für gutes und böses Handeln hervor. Eines der wichtigen Konzepte, denen wir in unserem Material begegnen, ist, dass Freiheit nicht erschaffen wird, sondern der Welt vorausgeht, dass sie in der Grundlage des Seins verankert ist. Wie eine der Quellen sagt: