Der Weg zu einer wahren Berufung
Die Entscheidung, das weltliche Leben zu verlassen und in ein Kloster zu gehen, ist nicht nur ein Wunsch, sondern eine tiefe innere Herausforderung, die Selbstbeobachtung und Reife erfordert. Geistliche Mentoren empfinden ein solches Streben oft als einen radikalen Bruch mit dem Gewöhnlichen und betonen, dass eine wahre Berufung aus aufrichtiger Selbsterkenntnis entsteht und nicht aus vorübergehenden Erfahrungen oder der Flucht vor den Schwierigkeiten des Lebens. In den Lehren und spirituellen Gesprächen wird die Idee zum Ausdruck gebracht, dass das Betreten des Pfades des Mönchtums ein bewusster Prozess sein sollte, in dem die Fähigkeit, das Herz zu prüfen, das Ego abzulehnen und die Führung derjenigen, die wissen, wie man auf dem Weg der Erlösung führt, von größter Bedeutung ist. Dieser Ansatz, der von Energie und tiefem Respekt vor der spirituellen Tradition erfüllt ist, erinnert uns daran, dass jede große Veränderung Zeit, Aufrichtigkeit und die Bereitschaft erfordert, weltliche Bindungen hinter sich zu lassen. Wenn die Seele wirklich auf wahren Dienst eingestimmt ist, durchläuft sie eine Reihe von Prüfungen, die helfen, innere Stabilität und Frieden zu finden und den Weg zur spirituellen Vollkommenheit zu öffnen.
Warum löst die Absichtserklärung, in eine Klosterschule einzutreten, eine so negative Reaktion aus?Eine negative Reaktion auf die Absichtserklärung, in eine Klosterschule einzutreten, entsteht nach Ansicht spiritueller Mentoren, weil ein solcher Wunsch einen entscheidenden Bruch mit der weltlichen Lebensweise impliziert und eine tiefe Selbsterforschung erfordert. Oft wird ein solches Unterfangen nicht als aufrichtiges und reifes geistliches Streben wahrgenommen, sondern als eine übereilte Entscheidung, die von flüchtigen Umständen diktiert wird, oder als eine Flucht vor den Sorgen des Lebens. Diese Antwort geben diejenigen, die für die spirituelle Erziehung und die Prüfung der Seele verantwortlich sind, bevor sie den Weg des Mönchtums betreten. So heißt es z.B. in einem der Briefe des heiligen Makarius (Quelle: link txt): "Deine herzkranken Eltern schreiben mir, dass du sie um Erlaubnis gebeten hast, dich ins Kloster gehen zu lassen. Ihr Gefühl ist lobenswert... Doch beeilt euch nicht, sondern prüft die Gefühle eures Herzens, ob es bereit ist für diesen Ruf. "Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach" (Matthäus 16,24). Ihr müsst eurem Willen und eurer Vernunft entsagen und euch anderen unterwerfen, die euch auf den Weg des Heils führen können, sonst könnt ihr nicht nach dem Wort des Herrn von Ihm lernen: 'Denn Er ist sanftmütig und von Herzen demütig, und dadurch werdet ihr Ruhe finden für eure Seele' (Matthäus 11,29)." In dieser Antwort wird betont, dass es trotz des Lobes der bekundeten geistlichen Neigung vor allem notwendig ist, das Herz sorgfältig zu prüfen und sich zu vergewissern, dass der Wunsch, in ein Kloster einzutreten, das Ergebnis einer tiefen, inneren Sehnsucht ist und nicht eine Flucht vor Schwierigkeiten oder einem vorübergehenden Impuls. Dieser Ansatz zeigt, dass der Eintritt in das Mönchtum eine ernsthafte und verantwortungsvolle Entscheidung ist, die nicht nur Verlangen, sondern auch innere Bereitschaft, Reife und völlige Selbstverleugnung früherer weltlicher Bindungen erfordert.Unterstützende(s) Zitat(e):"Deine herzkranken Eltern schreiben mir, dass du sie um Erlaubnis gebeten hast, dich ins Kloster gehen zu lassen. Ihr Gefühl ist lobenswert... Doch beeilt euch nicht, sondern prüft die Gefühle eures Herzens, ob es bereit ist für diesen Ruf. "Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach" (Matthäus 16,24). Ihr müsst eurem Willen und eurer Vernunft entsagen und euch anderen unterwerfen, die euch auf den Weg des Heils führen können, sonst könnt ihr nicht nach dem Wort des Herrn von Ihm lernen: 'Denn Er ist sanftmütig und von Herzen demütig, und dadurch werdet ihr Ruhe finden für eure Seele' (Matthäus 11,29)." (Quelle: link txt)