Realitätsrahmen: Wo endet unsere Erkenntnis?
Jeder von uns hat die erstaunliche Fähigkeit, nur das Konkrete wahrzunehmen, das sich hier und jetzt unserem Bewusstsein präsentiert. Unsere Erfahrung besteht aus klaren, greifbaren Momenten, die eng mit unklaren Horizonten des Potenzials verwoben sind, die naturgemäß unzugänglich bleiben und keine volle Konkretheit erlangen. Hier wird die Grenze zwischen dem, was wir begreifen können, und dem, was jenseits bleibt, geboren. Unsere Wahrnehmung ist so gestaltet, dass sie die Realität einschränkt und uns nur das aufzeichnet, was bereits offensichtlich geworden ist, und alles unberührt lässt, was über unsere Erfahrung hinausgehen könnte. Dieser dynamische Kampf zwischen dem Festen und dem Potentiellen, zwischen primärem Wissen und grenzenlosem Mysterium gibt der Art und Weise, wie wir die Welt sehen, einen Sinn. Die Begrenzung unserer Erkenntnismöglichkeiten ist kein zufälliges Zusammentreffen der Umstände – sie wird von der Natur des Bewusstseins selbst diktiert, das nur dem Gewissheit zu geben vermag, was bereits vorhanden ist.Ein solches Verständnis wirft nicht nur Fragen nach den Grenzen menschlicher Erfahrung auf, sondern regt auch zur Suche nach neuen Formen und Modellen des Denkens an, die es uns ermöglichen, uns der grenzenlosen Welt des Potenzials zu nähern. Schließlich beginnen wir auf dieser Suche zu erkennen, dass es jenseits des Offensichtlichen unerschöpfliche Möglichkeiten gibt, die Bewunderung und ein brennendes Verlangen nach neuen Entdeckungen hervorrufen.
Warum ist die Realität auf das Bestehende beschränkt und das Unmögliche bleibt unerreichbar?Die Wirklichkeit wird durch die Grenzen dessen definiert, was wir wahrnehmen und konkret definieren können – hier liegen ihre Grenzen. Auf der einen Seite ist unser Bewusstsein in der Lage, nur die Inhalte zu erfassen, die konkret und definitiv präsentiert werden, d.h. das, was in einem bestimmten Moment existiert. Alles, was jenseits dieser Grenzen liegt, bleibt im Bereich des Potenzials, ohne vollständig konkret zu werden und damit nicht Teil unserer Realität zu werden.Wie in einem der Texte erwähnt, beruht die menschliche Erfahrung auf dem Wechsel von streng definierten und spezifischen Zuständen und Zuständen des Potenzials, in denen "das, was für den Menschen unmöglich ist, mit Gott möglich ist". Es wird hier betont, daß dasjenige, was im Rahmen der irdischen, empirischen Erfahrung unerreichbar bleibt, in der Tat, weil das Innere der menschlichen Erkenntnis kategorisch ist und das Unendliche Unerfüllbare nicht umfassen kann: "Eine Form oder eine Formel zu finden, die eine solche Kombination ein für allemal möglich macht... ein unerreichbares Ideal" (Quelle: link txt).Darüber hinaus weist ein anderer philosophischer Text darauf hin, dass der Bereich der unmittelbaren, tatsächlichen Erfahrung begrenzt ist, und so ist die Realität unseres Bewusstseins konstruiert: Sie umfasst nur das "Gegebene", während das Potential jenseits davon bleibt, trotz der Tatsache, dass dieses Potenzial irgendwie bereits im Sein selbst enthalten ist. So wird die Wirklichkeit durch den Rahmen des Begreifbaren und konkret Erfahrbaren definiert, wobei alles unerreichbar bleibt, was über diese Grenzen hinausgeht: "Kraft dieser Korrelation wird das absolute Sein vom Standpunkt des Bewusstseins aus in 'tatsächlich gegebene' und 'potentielle' Inhalte unterteilt: der begrenzte Bereich des 'Gegebenen' ist umgeben von einem grenzenlosen Hintergrund des 'Unbekannten'... Der Bereich des Gegebenen erschöpft nicht die Fülle des Daseins." (Quelle: link txt)Die Begrenzung der Realität und die Unerreichbarkeit des Unerreichbaren entspringen also der Natur unserer Erkenntnis, die nur in der Lage ist, die Aspekte des Daseins zu fixieren und Gewissheit zu geben, die zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar und konkretisiert sind. Dies ist nicht so sehr das Ergebnis objektiver Gesetze, sondern vielmehr der inneren Struktur des Bewusstseins, die nach dem Prinzip der Konkretisierung und Fixierung bereits erworbener Erfahrungen arbeitet. Unterstützende(s) Zitat(e):"Eine Form oder eine Formel zu finden, die eine solche Kombination ein für allemal möglich macht... ein unerreichbares Ideal" (Quelle: link txt) "Kraft dieser Korrelation wird das absolute Sein vom Standpunkt des Bewusstseins aus in 'tatsächlich gegebene' und 'potentielle' Inhalte unterteilt: der begrenzte Bereich des 'Gegebenen' ist umgeben von einem grenzenlosen Hintergrund des 'Unbekannten'... Der Bereich des Gegebenen erschöpft nicht die Fülle des Daseins." (Quelle: link txt)