Erwartungen als Geschmacksfilter

Unsere Voreingenommenheit prägt die Wahrnehmung nicht nur im Leben, sondern auch am Tisch! Stellen Sie sich vor, Sie erwarten, dass ein Gericht leicht und luftig ist, wie ein Baiser, und siehe da, jede Nuance, jede Textur wird nach Ihren Erwartungen gefiltert. Selbst erfahrene Feinschmecker können sich irren, wenn ihre Köpfe mit Klischees darüber gefüllt sind, was die perfekte kulinarische Kreation sein sollte. Ein Beispiel dafür ist, wenn ein Autor bei der Diskussion über die Kochkunst die Traditionen des Kochens von zwei völlig unterschiedlichen Gerichten verwechselt, was zu Verwirrung sowohl bei der Bewertung der Methoden als auch beim Verständnis der Geschmackseigenschaften führt. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass, wenn unsere Überzeugungen und früheren Erfahrungen diktieren, was auf den Teller kommen sollte, die wahre Essenz des Gerichts in einem vorgegebenen Bild ertränkt werden kann. Versuchen Sie also, sich das nächste Mal von Ihren gewohnten Erwartungen zu lösen und lassen Sie jeden Geschmack seine eigene unverfälschte Geschichte erzählen.

Wie können sich unsere Erwartungen auf die Wahrnehmung vertrauter Gerichte auswirken, wenn zum Beispiel Eierlikör mit Baiser verwechselt wird?

Unsere Erwartungen können unsere Wahrnehmung von Lebensmitteln fast buchstäblich beeinflussen. Wenn wir im Vorfeld davon ausgehen, dass ein Gericht bestimmte Eigenschaften hat – etwa erwarten, dass es so leicht und luftig ist wie Baiser –, kann unsere Wahrnehmung verzerrt werden. Wir können auf die Details achten, die unseren Erwartungen entsprechen, und die wahre Natur des Gerichts ignorieren. Eine der Quellen besagt, dass selbst ein erfahrener Mensch ein kulinarisches Werk falsch einschätzen kann, wenn er eine ungenaue Vorstellung davon hat, wie es gekocht werden sollte:

"Herr Livanov macht große Fehler, nicht nur in der Theologie und Pädagogik, sondern auch in der Kunst des Kochens, die viel leichter zu erlernen ist, wenn er zum Beispiel über Beerdigungsessen spricht: 'Nach dem Essen stellen sie eine große Schüssel hin und machen so etwas wie Eierlikör oder gebrannte Kartoffeln.' Herr Livanov weiß anscheinend überhaupt nicht, dass Eierlikör und gebrannter Eierlikör auf völlig unterschiedliche Weise zubereitet werden und sich überhaupt nicht ähneln; Ja, Eierlikör wird nicht nach dem Abendessen getrunken, sondern gegen Husten. Natürlich ist diese Auslassung nicht wichtig, aber trotzdem: Warum Unsinn schreiben? Generell wird dem Herrn Autor aber gegen Ende des Werkes etwas völlig Unverständliches angetan: Er hat gerade Herrn Skalon das Wort abgeschnitten, an den Universitäten erfolglos genickt und Eierlikör mit angebranntem Eierlikör vermischt..." (Quelle: link txt, Seite: 247).

Diese Passage ist ein Beispiel dafür, wie Missverständnisse darüber, wie ein Gericht zu Verwirrung bei der Bewertung führen kann. Wenn die Erwartungen an das "Baiser" auch an den üblichen Geschmack oder die übliche Art von Lebensmitteln angelegt werden, dann kann die gesamte Palette der Geschmacks- und Geruchsempfindungen bewusst oder unbewusst in Übereinstimmung mit diesen Erwartungen interpretiert werden. So kann ein vertrautes Gericht falsch wahrgenommen werden, wenn seine wahren Eigenschaften mit erwarteten Bildern konfrontiert werden, die auf der Grundlage früherer Erfahrungen oder Stereotypen gebildet wurden.

Unterstützende(s) Zitat(e):
"Herr Livanov macht große Fehler, nicht nur in der Theologie und Pädagogik, sondern auch in der Kunst des Kochens, die viel leichter zu erlernen ist, wenn er zum Beispiel über Beerdigungsessen spricht: 'Nach dem Essen stellen sie eine große Schüssel hin und machen so etwas wie Eierlikör oder gebrannte Kartoffeln.' Herr Livanov weiß anscheinend überhaupt nicht, dass Eierlikör und gebrannter Eierlikör auf völlig unterschiedliche Weise zubereitet werden und sich überhaupt nicht ähneln; Ja, Eierlikör wird nicht nach dem Abendessen getrunken, sondern gegen Husten. Natürlich ist diese Auslassung nicht wichtig, aber trotzdem: Warum Unsinn schreiben? Generell wird dem Herrn Autor aber gegen Ende des Werkes etwas völlig Unverständliches angetan: Er hat gerade Herrn Skalon das Wort abgeschnitten, an den Universitäten erfolglos genickt und Eierlikör mit angebranntem Eierlikör vermischt..." (Quelle: link txt, Seite: 247).

Erwartungen als Geschmacksfilter

Wie können sich unsere Erwartungen auf die Wahrnehmung vertrauter Gerichte auswirken, wenn zum Beispiel Eierlikör mit Baiser verwechselt wird?

2253225222512250224922482247224622452244224322422241224022392238223722362235223422332232223122302229222822272226222522242223222222212220221922182217221622152214221322122211221022092208220722062205220422032202220122002199219821972196219521942193219221912190218921882187218621852184218321822181218021792178217721762175217421732172217121702169216821672166216521642163216221612160215921582157215621552154