Die duale Natur der Materie: Der Weg von physikalischen Eigenschaften zur Lebenserfahrung

In der modernen Welt der Philosophie und der Kognitionswissenschaften nimmt die Diskussion darüber, wie lebendige subjektive Erfahrung aus der leblosen "Kälte" der physischen Materie geboren wird, einen wichtigen Platz ein. Zunächst wird die Materie als eine Art Grundlage mit quantitativen Eigenschaften dargestellt, die von den mathematischen Gesetzen der Bewegung und der gegenseitigen Anziehung bestimmt werden. Aber es ist durch unsere Empfindungen und die nachfolgenden mentalen Prozesse, dass diese kalte Substanz in etwas viel mehr verwandelt wird.

Das Wesentliche des Prozesses besteht darin, dass direkte sensorische Daten an sich kein integrales und bedeutungsvolles Bild der Realität erzeugen. Erst durch aktive Vorstellungskraft und gedankliche Verarbeitung wird diese "rohe" Information strukturiert und erhält eine lebendige Individualität und Bedeutung. So befindet sich die Materie an der Schnittstelle zweier Ordnungen – einerseits wird sie von der Physik vermessen und analysiert, andererseits wird sie dank besonderer Bewusstseinsakte zu einer Arena für die Entstehung von Gedanken und Selbstbewusstsein.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Umwandlung des physischen Substrats in eine vollwertige Lebenserfahrung eine erstaunliche Einheit zwischen den strengen Naturgesetzen und den dynamischen Prozessen des Bewusstseins demonstriert. Dieser doppelte Aspekt wirft nicht nur ein Licht auf den mysteriösen Mechanismus der Bildung subjektiver Erfahrung, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des geistigen Beitrags zur Schaffung der materiellen Realität in unserer Wahrnehmung.
Wie ist unbelebte Materie in der Lage, subjektive Erfahrung zu erzeugen?
Nach den obigen Zitaten beruht die Erklärung des Phänomens der subjektiven Erfahrung, das durch nicht-fühlende Materie erzeugt wird, auf der Unterscheidung zwischen den physikalischen Eigenschaften der Materie und den Qualitäten, die im Rahmen der Bewusstseinserfahrung entstehen. Das heißt, Materie selbst ist nur ein Substrat, das bestimmte quantitative Eigenschaften aufweist (z.B. Bewegung und gegenseitige Anziehung), aber wenn unsere Empfindungen auf dieses Substrat wirken, findet eine Transformation statt – ein unabhängiger Akt der Imagination oder ein mentaler Prozess "verwirrt" die rohen Sinnesdaten und verwandelt sie in eine ganzheitliche Erfahrung.

Wie in einer der Quellen angemerkt:
"Um also aus solchen Daten, die an sich weder eine bestimmte Einheit noch eine objektive Realität darstellen, eine bestimmte objektive Erscheinung zu bilden, ist es klar, daß ein gewisser selbständiger (d. h. nicht in Empfindungen als solchen bestehender) Akt notwendig ist, den wir Einbildungskraft nennen. Die Wirklichkeit einer objektiven Erscheinung ist also nicht durch die sinnliche Erfahrung, sondern durch die Einbildungskraft gegeben; sie offenbart sich nicht in den Empfindungen der Sinne, sondern in den Bildern oder Ideen des Geistes." (Quelle: 1260_6299.txt)

Dieser Text betont, dass direkte Empfindungen aus sich heraus keine vollständige Realität bilden können; Es bedarf eines zusätzlichen mentalen (imaginären) Aktes, der die verschiedenen sensorischen Daten strukturiert und ihnen Einheit verleiht. Mit anderen Worten, Materie erzeugt subjektive Erfahrung durch einen zweifachen Prozess: Die erste Stufe ist die direkte physische Handlung (die zum Tastsinn und zur Außenwelt gehört), und die zweite Stufe ist die aktive Verarbeitung dieser Empfindungen durch den Verstand, die ihnen Bedeutung, Form und Individualität verleiht.

Eine ähnliche Trennung der beiden Ordnungen der Qualitäten der Materie kann auch in der Argumentation einer anderen Quelle verfolgt werden:
"Wenn die Empfindung nur einem organischen Körper angehört, wenn sie also eine abgeleitete Erscheinung der Materie ist, so muß sie unter die Kategorie der sekundären Qualitäten subsumiert werden, und alle vorhergehenden Schwierigkeiten kehren hier wieder zurück. Im Gegenteil, indem wir sie als der Materie überhaupt zugehörig betrachten, so würden wir diese Schwierigkeiten vermeiden; aber unter dem Namen der Materie würden wir etwas anderes verstehen als diejenige Masse, durch welche Bewegung und Veränderung mathematisch bestimmt werden. Wir müssten sagen: Ein und dasselbe Substrat hat zwei Ordnungen von Qualitäten: Gravitation und Selbstanschauung, Bewegung und Denken." (Quelle: 1290_6449.txt)

Hier wird darauf hingewiesen, dass Materie nicht nur als ein "kaltes" Objekt betrachtet werden kann, das mathematischen Gesetzen unterworfen ist, sondern auch als Träger potenzieller Qualitäten, die zur Entstehung von Selbstbewusstsein und Denken beitragen. So wird die Verwandlung der unbelebten Materie in eine Quelle subjektiver Erfahrung durch das Vorhandensein bestimmter Verarbeitungsakte (Vorstellungskraft) im menschlichen Bewusstsein sowie durch die Tatsache erklärt, dass die Materie eine doppelte Natur hat: Einerseits ist sie ein Objekt, das physisch gemessen werden kann, und andererseits wird sie im Rahmen bestimmter Prozesse zu einer "Plattform" für das Entstehen und die Manifestation geistiger (subjektiver) Qualitäten.

Unterstützende(s) Zitat(e):
"Um also aus solchen Daten, die an sich weder eine bestimmte Einheit noch eine objektive Realität darstellen, eine bestimmte objektive Erscheinung zu bilden, ist es klar, daß ein gewisser selbständiger (d. h. nicht in Empfindungen als solchen bestehender) Akt notwendig ist, den wir Einbildungskraft nennen. Die Wirklichkeit einer objektiven Erscheinung ist also nicht durch die sinnliche Erfahrung, sondern durch die Einbildungskraft gegeben; sie offenbart sich nicht in den Empfindungen der Sinne, sondern in den Bildern oder Ideen des Geistes." (Quelle: 1260_6299.txt)

"Wenn die Empfindung nur einem organischen Körper angehört, wenn sie also eine abgeleitete Erscheinung der Materie ist, so muß sie unter die Kategorie der sekundären Qualitäten subsumiert werden, und alle vorhergehenden Schwierigkeiten kehren hier wieder zurück. Im Gegenteil, indem wir sie als der Materie überhaupt zugehörig betrachten, so würden wir diese Schwierigkeiten vermeiden; aber unter dem Namen der Materie würden wir etwas anderes verstehen als diejenige Masse, durch welche Bewegung und Veränderung mathematisch bestimmt werden. Wir müssten sagen: Ein und dasselbe Substrat hat zwei Ordnungen von Qualitäten: Gravitation und Selbstanschauung, Bewegung und Denken." (Quelle: 1290_6449.txt)

Die duale Natur der Materie: Der Weg von physikalischen Eigenschaften zur Lebenserfahrung